Wer bietet in Deutschland VoD an?

In Deutschland kann man zur Zeit über folgende Anbieter VoD beziehen:

  • maxdome
  • 1&1 maxdome
  • T-Home
  • Videoload
  • Premiere Internet TV
  • Videobuster
  • iTunes
  • RTLnow
  • Arcor
  • Anixe HD

 

Inhaltlich identisch sind dabei die Angebote von maxdome und 1&1 maxdome; es handelt sich lediglich um zwei Vermarktungskanäle. Videoload ist ein ausgelagertes Angebot von T-Home. Es wurde ausgelagert, um den Markt nicht auf T-Online-DSL-Kunden zu beschränken. T-Home bietet jedoch über das Film-Angebot von Videoload hinaus gehendes Angebot wie z.B. Fußball Bundesliga Live. Weitere Informationen zu den Anbietern unter Online-Videotheken.

Ist das Angebot das gleiche wie in Videotheken?

Das Angebot  ist nicht nur qualitativ, sondern auch vom Umfang her unterschiedlich. Auf eine umfangreiche VoD-Filmbibliothek mit 17.000 Titeln greift maxdome zurück. Mit ca. 3.500 Titeln ist das Angebot der Nr. 2 von Videoload schon deutlich geringer. Alle anderen Angebote sind aber nicht zwangsläufig schlechter, weil sie auf geringere VoD-Kontingente zurück greifen.

Gibt es auch Filme für Erwachsene als VoD?

Ja. Die Anbieter haben in der Regel auch „Filme ab 18“ im Programm. Die Altersverifizierung ist aber auf Grund der ohnehin vorhandenen Geschäftsbeziehung unproblematisch. Neben den Filmen mit Altersbeschränkung sind bei verschiedenen Anbietern auch Erotik- und Pornofilme erhältlich.

Was kostet Video on Demand

Entscheidend ist zunächst einmal das Preismodell. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit pro Film abzurechnen. Das heißt, man zahlt nur für die abgerufenen Filme. In der Regel wird dann von „Pay-per-View“ gesprochen. Die Preise liegen zwischen 0 € und ca. 7€ (für Leihvideos. Bei Kaufvideos, also „Pay-per-Download“ liegt der Maximalpreis bei knapp 18€.

Ein weiteres Preismodell ist das Abonnement. Hier zahlt der Kunde einen festen Preis pro Monat und kann dafür unbegrenzt Filme herunterladen. Einschränkungen können sich in Bezug auf Themenpakete oder Staffeln ergeben. In dem Fall können nur die Videos genutzt werden, die dem Pakte entsprechen.

Weitere Informationen können der Videokompass-Preisübersicht entnommen werden.

Gibt es einen Unterschied zwischen Streaming und Download?

Beim Streaming werden die Daten sofort zur Nutzung bereit gestellt, so dass der Film quasi sofort mit einem kleinen zeitlichen Puffer starten kann. Beim Streaming spielt die Bandbreite eine nicht unerhebliche Rolle. Ein DSL-Anschluss mit einer Bandbreite von 1.000 kbit/s ermöglicht somit nur eine vergleichsweise geringe Bildqualität. Beim Download werden die Daten erst vollständig heruntergeladen und stehen dann zum Abspielen bereit. Eine geringe Bandbreite des DSL-Anschlusses wirkt sich dementsprechend nur auf die benötigte Zeit für den Download aus. Arcor bietet mit dem so genannten Progressive Download eine Zwischenlösung: Wenn ein ausreichender Puffer aufgebaut ist, kann mit dem Abspielen begonnen werden.

Welche Geräte- bzw. Software-Ausstattung benötigt man, um Video-on-Demand via Internet zu nutzen?

Man benötigt lediglich einen PC, der unter dem Betriebssystem Windows läuft sowie den Microsoft-Browser Internet-Explorer und den Microsoft Mediaplayer. Darüber hinaus ist ein Internet-Anschluss erforderlich mit – je nach Anbieterangaben – mindestens 1Mbit/s Bandbreite. Mac-User können zur Zeit auf Grund der Nutzung des Digital Rights Management (DRM) von Microsoft diese Dienste noch nicht nutzen. Lediglich wenn parallel zu Mac OS X das Betriebssystem Windows XP aufgespielt wird, können die Dienste genutzt werden.

Lassen sich die Videos auf DVD brennen?

Leih-Videos, die auf Streaming-Basis herunter geladen werden, können nicht auf DVD gebrannt werden. Kauf-Videos, die nach dem Download-to-own-Prinzip herunter geladen werden, können grundsätzlich auf DVD’s gebrannt werden. Um Missbrauch zu vermeiden sorgt das Digital Rights Management (DRM) dafür, dass die DVD auf maximal drei Geräten abgespielt werden können.

DVD liefern noch Add-On’s, wie z.B. verschiedene Sprachen. Gibt es das bei VoD auch?

Nein. Es gibt bei den Videos in der Regel weder Wahlmöglichkeiten in Bezug auf die Sprache noch irgendwelches Zusatzmaterial wie Making-of’s oder Interviews.

Haben VoD-Videos eine ausreichende Bildqualität?

Die Bildqualität ist geringfügig schwächer als die normale TV-Qualität nach dem Pal-System. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sie kaum bemerkt werden. DVD-Niveau wird lediglich erreicht, wenn es sich um Filme im HD-Format handelt. Diese werden zur Zeit nur von wenigen Anbietern, z. B. Videoload und T-Home offeriert.

Sind die Filme mit Surround-Sound versehen?

Beim VoD wird in der Regel das WMA Pro-Format eingesetzt. In den höchsten Qualitätsstufen wird Surround-Ton in akzeptabler Qualität geliefert. Gegenüber den verbreiteten Surround-Formaten Dolby-Digital oder DTS sind jedoch Abstriche zu machen.

Kann man ein TV-Gerät zum ansehen der Video on Demand-Filme benutzen?

Um die Video-on-Demand-Filme aus dem Internet auf dem TV-Gerät anzuschauen, müssen die digitalen Daten in analoge Daten umgewandelt werden oder ein entsprechendes Fernsehgerät mit DVI-Eingang genutzt werden. Die notwendige Schnittstelle wird landläufig als Set-Top-Box bezeichnet. Verschiedene Anbieter bieten entsprechende Geräte an. Weitere Informationen in der Übersicht Nutzung.

Gibt es Probe-Angebote?

Die Video-on-Demand-Anbieter bieten teilweise Gratis-Filme zum testen.

Gibt es kostenlose Video-on-Demand Dienste?

Ja. Verschiedene Anbieter haben einerseits bestimmte Videos mit 0,00€ bepreist wie zum Beispiel RTLnow. Darüber hinaus gibt es außerdem einige völlig kostenfreie Angebote wie beispielsweise die Video-on-Demand Angebote der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

Gibt es Live-Übertragungen zum Abrufen im Netz?

Grundsätzlich widerspricht das Video-on-Demand Prinzip der Live-Übertragung. Sportereignisse erhalten jedoch durch Live-Übertragungen eine besondere Attraktivität. Somit bieten sowohl Premiere Internet also auch T-Home verschiedene Sport-Übertragungen an, insbesondere Live-Übertragungen von Spielen der Fußball Bundesliga.

Warum wird VoD bislang so wenig genutzt?

Video-on-Demand ist als Convenience Produkt zu sehen, dass langfristig das DVD-Leih- und Kaufvideo ablöst. Verschiedene Gründe sorgen dafür, dass dieser Prozess über einen längeren Zeitraum vollzogen wird. Die Technologie ist noch nicht soweit 100%ige DVD-Qualität zu garantieren. Der DVD-Markt ist etabliert und es existiert in Deutschland ein breites Videotheken-Netz. Insofern ist es heute die Zielgruppe der „Early Adopters“, die das Produkt anspricht.

Warum erscheint der Markt so kompliziert?

Der Markt wird von diversen Faktoren bestimmt, die wiederum in vielfältigen Formen auftreten: Verschiedene technische Übertragungsmedien, diverse Marktteilnehmer, die in  unterschiedlichen angrenzenden Märkten ihr Kerngeschäft betreiben sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen führen zu einer gewissen Komplexität. Folglich ergeben sich unterschiedliche Angebote und Angebotsformen. Eine detaillierte Darstellung ist unter Markt zu finden.