Video-on-Demand Markt

Der Markt für Video-on-Demand ist erst durch die technische Entwicklung in den vergangenen 15 Jahren möglich geworden. Aus den technischen Möglichkeiten und der gegebenen Infrastruktur resultieren verschiedene Angebote, um bewegte Bilder individuell abzurufen. Langfristig absehbar ist damit das Ende des Leih-Videos bzw. der Leih-DVD.  



Geschichte

Zu Zeiten des analogen Fernsehens, als an das Internet noch nicht zu denken war, war der Markt für bewegte Bilder zu Unterhaltungs- oder Dokumentationszwecken sehr überschaubar. In Deutschland herrschten auf Grund des Monopols des öffentlich rechtlichen Fernsehens besonders einfache Verhältnisse: Filme konnte man entweder im Kino, im Fernsehen oder schließlich (seit es Videorekorder gibt) als Video gesehen werden. Mit der Zulassung des privaten Fernsehens stieg die Quantität an, das Prinzip war jedoch gleich. Die Unterschiede bestanden einerseits in der Refinanzierung der Filme. Während über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlte Programme vom Gebührenzahler finanziert wurden, finanziert der Zuschauer privatrechtlich organisierte TV-Programme über die Konsumption von Werbung und damit letztlich über die Preise der beworbenen Produkte. Andererseits in der gleichzeitig vorangetriebenen Verbreitung von Kabel- und Satelliten TV.

 

Entwicklung

In den 1990er Jahren begann mit der Digitaltechnik ein neues Zeitalter, das zu Beginn des 21sten Jahrhunderts bereits eine hohe Verbreitung erreicht hatte und heute zur Normalität geworden ist. Das digitale Fernsehen startete Mitte der 90er Jahre mit dem Sender DF1 der KirchGruppe, welcher schließlich in Premiere aufging. Es folgte eine weitere Digitalisierung aller Sender, die sich zuletzt auch in der terrestrischen Verbreitung mittels DVB-T darstellte. Noch bedeutender und geradezu revolutionär war die Etablierung des Internets als erstes interaktives Massenmedium.

 


Bestimmende Faktoren


Technische Übertragungsmedien


  • Telefonleitung
  • TV-Kabel
  • Satellit
  • Terrestrische Datenübermittlung
  • (Physische Datenträger)


Elektronische Mediengattungen

  • TV
  • Internet


Medien/Marktteilnehmer

  • ÖR TV-Sender
  • Private TV-Sender
  • Internet Companies
  • Netzbetreiber


Rechtliche Rahmenbedingungen: Vermarktungskette

  • Kino
  • DVD/Video
  • Pay TV (u.a. VoD)
  • Free TV
  • Internet Vod

 

In der Praxis sind diese Determinanten quasi beliebig kombinierbar. Daraus ergeben sich zahlreiche Businessmodelle und letztlich Produkte, die beim Konsumenten als schwer vergleichbare Angebote erscheinen. Die Grafik zeigt die Kombinations-Möglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen:

 

  • Produktions- und Betreiberebene
  • Übertragungsmedien-Ebene (einschließlich Video-Konzepte)
  • Nutzerebene

 

 


Video-on-Demand Markt